Pater Alfred Delp SJ (1907-1945): Beter, Zeuge, Kämpfer

Vor 75 Jahren, am Lichtmesstag, den 2.Februar 1945, wurden in Berlin Plötzensee der Münchner Jesuitenpater Alfred Delp zusammen mit Carl F. Goerdeler, Oberbürgermeister von Leipzig, hingerichtet.
Beide wurden zum Tode verurteilt, weil sie sich aus christlicher Überzeugung Gedanken gemacht hatten, wie ein künftiges Deutschland nach dem Ende der Nazidiktatur aussehen solle.
P. Delp beschäftigte sich vor allem mit der „Sozialen Gerechtigkeit“ als Grundpfeiler eines sozialen Rechtsstaates. Er verband sich auch mit den Vertretern der KAB, deren Anführer ebenfalls hingerichtet wurden, wie der seliggesprochene Nikolaus Groß. In seinen Aufzeichnungen „Im Angesicht des Todes“, legte er der Kirche ans Herz:
„Es wird kein Mensch an die Botschaft vom Heil und vom Heiland glauben, solange wir uns nicht blutig geschunden haben im Dienst der physisch, psychisch, sozial, wirtschaftlich, sittlich oder sonstwie kranken Menschen“.
Wenige Tage vor seiner Hinrichtung schrieb er: „Es sollen einmal andere besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind“.
Und:
„ Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt“. Schließlich: „Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt“.

Im Gedenken an ihn und die christlichen Märtyrer Ihnen verbunden
Ihr Konrad Seidl

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