Gleichgültigkeit überwinden - Notleidenden helfen - Für Gerechtigkeit sorgen

Zum Evangelium vom „Barmherzigen Samariter“
 
Elie Wiesel, Überlebender von Auschwitz und Friedensnobelpreisträger (+ 2016) schrieb in seinen Erinnerungen:“Der Gegensatz von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit“. Dies zeigt uns Jesus selbst in der Erzählung vom „Barmherzigen Samariter“. Er will zum Helfen ermutigen, indem er uns diese beeindruckende Geschichte erzählt:“Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho und fiel unter die Räuber…“. Dann schildert er, wie sogar berufsmäßig Fromme gleichgültig vorübergehen, aber ein Fremder sich des Ausgeraubten erbarmt. Was gegenwärtig auf Lampedusa oder Malta geschieht, ist Samariterdienst im Geiste Jesu: Die unter die Schleuser Geratenen und hilflos im Meer Treibenden, werden vor dem Ertrinken gerettet durch „Barmherzige Samariter“, die sie ans Ufer bringen. Diese Tat entspricht dem Evangelium. Doch wir dürfen weiter fragen: Was ist zu tun, dass Menschen nicht mehr in ihren Heimatländern unter die Räuber fallen, aus ihrer Heimat fliehen und sich geldgierigen Schleppern ausliefern müssen? Es gibt leider Gewalt, Unterdrückung, Machtmissbrauch in Afrika und vielen Ländern der Erde, sodass Menschen immer wieder Opfer von Menschen werden. Auch das ist Botschaft Jesu: Niemand soll mehr unter die Räuber fallen! Jesus preist selig, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Beten wir, dass dieser Geist sich weltweit durchsetzt und Gleichgültigkeit und Machtgier überwunden werden.

Mit Ihnen betet und grüßt Sie herzlich Ihr Konrad Seidl

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