Das Geheimnis des Senfkorns

In diesen Spätfrühlingstagen bewundern wir die Wachstumskraft der Natur. Passend dazu legt uns die Kirche das Gleichnis Jesu vom Wachstum des Reiches Gottes vor. Wenn der unscheinbare, winzige Samen, gutes Erdreich findet, geht er auf, ja er kann – wie im Gleichnis vom Senfkorn – sogar zu einem Baum werden, unter dem die Vögel Schatten und Nistplätze finden. Jesus vergleicht damit das Geheimnis des Reiches Gottes. Es ist zunächst so unscheinbar wie das winzige Samenkorn. Dann aber wächst es empor und wird zu einem Baum, in dem die Vögel des Himmels wohnen können. Im Blick auf Jesus: Wie unscheinbar war doch das kurze Wirken Jesu. Aber welche Kraft steckt in seiner Botschaft, die durch seine Auferstehung eine unglaubliche Dynamik entfaltete. Durch das Kommen des Heiligen Geistes an Pfingsten wurde daraus die Kirche, die sich in kürzester Zeit über die damalige bekannte Welt ausbreitete und seitdem über alle Länder und Kontinente, bis zu uns. Von den Vögeln spricht Jesus im Gleichnis, die darunter Zuflucht und Heimat gefunden haben. Und er meint damit uns. Um im Bild zu bleiben: Wir haben zunächst unter diesem Baum der Kirche Heimat gefunden. Wie in der Natur erleben wir aber, dass viele Vögel wegfliegen, woanders Heimat suchen, jahrelang weg bleiben, wie die Schwalben, die wir vermissen. Und dann tauchen sie plötzlich wieder auf. Wunderbar! Hoffen und beten wir, dass alle den „ Baum“ wieder finden, der ihnen einmal Heimat schenkte.

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen im Namen das Seelsorgeteams
Ihr Konrad Seidl

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