AK Liturgie

Ansprechpartnerin: Elisabeth Deutinger

Tel.: 08133/ 9185332, E-Mail:

Symbol: Monstrans, um die Menschen herum pilgern

Wer sind wir?

Der Arbeitskreis Liturgie ist vom Pfarrgemeinderat ins Leben gerufen worden. Wir sind Leute aus unterschiedlichen Altersgruppen und Bereichen, die sich Gedanken machen über die Gestaltung der Gottesdienste.

Neues Kirchenjahr - neue Ideen

Kommunion unter beiden Gestalten: In der Eucharistie ist Christus in den Gestalten Brot und Wein gegenwärtig. Zwar begegnen wir ihm bereits vollständig, wenn wir nur das Brot empfangen. Aber da für uns Menschen sinnliche Erfahrungen eine große Rolle spielen, soll auch der Wein als Zeichen der Freude und des Festes im Gottesdienst eine größere Rolle spielen. In Zukunft wird immer am ersten Sonntag des Monats die Kommunion vorne in der Kirche in den Gestalten von Brot und Wein ausgeteilt. Wer Wein empfangen möchte, ist eingeladen, die Hostie einzutauchen oder aus dem Kelch zu trinken.

Gebet: Damit die Anliegen der Gemeinde besser zur Sprache kommen können, wird in Zukunft ein Fürbittbuch ausliegen. Darin können Sie Ihre persönlichen Bitten aufschreiben. Sie fließen in der kommenden Woche in die Fürbitten im Gottesdienst ein.

Offene Kirche: Trotz Gerüst soll die Kirche sonntags offen stehen für alle, die beten oder die Kirche besichtigen möchten. Das Sonntagsevangelium liegt vorne zum Nachlesen auf.

 

 

Predikten

Predigt zum Faschings-Sonntag 15.02.2015 Inhausen Pfarrei Haimhausen

6. Sonntag d. J. L J B Evangelium: Jesus heilt einen Aussätzigen (Markus 1, 40-45)

 

Heute, Schwestern und ihr Brüder,

kehrt der Faschingssonntag wieder,

in dem in Reimen wird erledigt

des Pfarrers Faschings-Sonntagspredigt.

 

Am Sonntag sind wir eingeladen,

Jesu Worte, Jesu Taten

miteinander zu bedenken

und das Herz zu Ihm zu lenken.

 

Ein Mensch, von Aussatz ganz bedeckt,

will zu Jesus, weil er denkt:

Helfen kann nur Er allein,

damit ich werde wieder rein.

 

Ausgestoßen von den andern

muss einsam er duch`s Leben wandern.

Die Menschen laufen von ihm weg,

behandeln ihn wie letzten Dreck.

 

Jesus Christus voll Erbarmen,

berührt mit Liebe diesen Armen.

Sofort geheilt und überglücklich

erzählt er`s allen augenblicklich.

 

Dies hat sich damals zugetragen,

und heute will dies hier uns sagen:

Sorgt für die Kranken und die Armen!

Seid Menschenkinder voll Erbarmen!

 

Wenn Menschen werden ausgeschlossen

und fühlen selbst sich ausgestoßen,

dann haltet euch – wie Jesus zeigt –

zur Nächstenliebe stets bereit.

 

Jesu Beispiel soll`n wir folgen,

nicht schweben fromm auf hohen Wolken.

Gottes Anspruch gilt hier und heut`,

verschiebt ihn nicht auf spätere Zeit.

 

Die Pfarrkirche ist nun verhüllt.

Wir hoffen, dass sich bald erfüllt,

was wir sechs Jahre schon ersehnen,

und wir die Kirch im Glanze sehen.

 

Jeden Sonntag in Inhausen

spüren wir des Geistes Brausen.

Zum Atemholen lädt Gott uns ein

bei ihm soll`n wir geborgen sein.

Doch kalt ist dieses Gotteshaus,

den Pfarrer friert`s – es ist ein Graus.

Die Heizung hier ist nicht perfekt

mich wundert`s, dass man`s jetzt erst merkt.

 

Die hintern Bänke stehn wie im Eis.

Wer dort kniet, das bald jeder weiß:

Da fehlte bei der Renovierung

den Bauherrn wohl die Orientierung.

 

Wer sich hier fühlt wie in Sibirien

und Angst hat vor der Kälte Viren

der sollte, wie ich tu`s, kräftig singen

um Eiseskälte zu bezwingen.

 

Ich danke allen, die`s trotzdem wagen

jeden Sonntag mit dem Wagen

trotz Regen, Schnee und glattem Eis

hierher zu kommen zu Gottes Preis.

Was mich bedrückt – ich kann`s nicht fassen –

dass viele unsre Kirch verlassen.

Sie sparen sich die Kirchensteuer

Christsein – ist ihnen viel zu teuer.

 

Doch was nichts kostet ist nichts wert -

das haben die Eltern uns schon gelehrt

sie blieben treu in schlechteren Zeiten

und wechselten nicht einfach die Seiten.

 

Sie wissen nicht, was sie verlieren,

wenn sie sich heimatlos verirren.

Denn schließlich bricht nach der Erdenzeit

auch für sie an die Ewigkeit.

 

Der Glaube ist`s, der uns schenkt Halt.

Drum gilt der Spruch – auch wenn schon alt –

wirfst du den Glauben hinaus zum Fenster –

kommen zur Tür herein die Gespenster.

Wach auf, Europa, sagt Franziskus

sonst sucht dich heim der Terrorismus.

Vergiß nicht deine große Sendung

und lebe nicht in Geistverblendung.

 

Menschenrecht und Menschenwürde

sind der Menschheit große Zierde.

Die Wurzel steckt im Christentum

man findet sie nicht im Heidentum.

 

Es tät den Christen allen gut

sich zu bekennen mit neuem Mut

zu Jesus Christ dem Gottessohn,

der uns befreit von des Bösen Fron.

 

Ich bin des Papst Franziskus Fan

und alle Menschen haben ihn gern.

Er meidet den Palast des Vatikan

stellt in St. Martha sich zum Essen an.

Im Vatikanischen Revier

tummelt sich manch hohes Tier.

Purpurrot ist ihr Gefieder,

dem Papst Franziskus ist`s zuwider.

 

Vor`m Weihnachtsfest im Vatikan,

die Kardinäle stellen sich vor dem Papste an.

Gut, dass sie sitzen um ihn herum

sonst haute die Rede sie alle um.

 

15 Sünden an der Zahl

hallen durch den goldnen Saal,

als Franziskus, wie ihr wisst

ihnen die Leviten liest.

 

Alzheimer, Karrierestreben,

Machtgelüste, schönes Leben,

Jagd nach Geld und Ehrentitel -

so heißt es in der Papstepistel.

Selbstverliebtheit und Narzissmus,

Querulantentum, Egoismus,

Geschwätzigkeit und Hinterlist,

im Manuskript zu lesen ist.

 

Wer sich selbst gar so wichtig nimmt,

dem sagt Franziskus, ernst gestimmt:

Schau in den Friedhof auf die Gräber,

ersetzbar ist am Ende jeder!

 

Wo bleibt die Freude, liebe Brüder

das Evangelium sagt`s immer wieder.

Drum schaut nicht gar so finster drein:

Ein Jesus-Jünger muss fröhlich sein.

 

Nach dieser Rede, liebe Freunde,

fragt sich gar mancher von uns heute:

Wie hat`s der Heilige Geist wohl angestellt,

dass sie den Jorge zum Papst gewählt?

Der nimmt kein Blatt sich vor den Mund

und tut  in freier Rede kund,

wie einst der Herr in Zorn und Trauer

durchbrach der Pharisäer Mauer.

 

Die Menschen freut`s, nicht nur die Christen,

wie dieser Papst tät überlisten

der Kardinäle stolzen Wahn

als unser Kumpel im Vatikan.

 

Von Manila flog er heim nach Rom.

Da fragten ihn Journalisten fromm,

ob er wohl könnte ihnen sagen,

wie viele Kinder die Eltern soll`n wagen.

 

Auf die heikle Frage ließ er sich ein

und ging so ihnen auf dem Leim.

Die Antwort – weil nicht ganz überlegt –

hat viele in der Welt bewegt.

Auch ich fühlt` selber mich betroffen.

Drum sage ich es heut ganz offen:

Das mit den Karnickel war ein Fehler,

das merkt Franziskus später selber.

 

Als Neunter unserer Kinderschar

Freut` ich mich, dass ich geboren war.

Franziskus` Vergleich stimmt auf keinen Fall:

Die Karnickel hatten wir im Stall!

 

Und die Moral von der Geschicht:

Auch Papstsein schützt vor Fehlern nicht.

Er sagt je gerne von sich selber:

„Ich bin ein Sünder - so wie jeder“.

 

Er nimmt die Menschen wie sie sind

und weiß, dass keiner ohne Sünd.

Drum hält er fest an der Mission,

zu künden Jesu Vision:

 

Gott liebt die Menschen nah und fern.

Verzweifelt nicht trotz Waffenlärm.

Es gilt, dem Frieden nachzujagen

und nicht mutlos zu verzagen.

 

Faschingszeit ist Narrenzeit.

Drum hoff ich, es hat euch gefreut,

dass ich in Versen hab gepredigt

und ihr trotzdem seid nicht erledigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun feiert schön die närrischen Tage,

so wird das Leben nicht zur Plage.

Helau, Hallelulja und A m e n.

Ich freu mich auf ein Wiedersehn!

 

Und nun zuletzt noch einen Tusch

Von Doktor Baumer, Musikus!

 

 

Konrad Seidl

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